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Anbieter Landesjugendring BW
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Erlaubt
Selbstgebastelte Wahlkabinen bei der U18-Wahl

U18-Jugendwahl in Baden-Württemberg

U18 ist das Pendant zu den "echten" Wahlen. Bis zu neun Tage vor der jeweiligen Europa-, Bundestags- oder Landtagswahl dürfen landesweit alle Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren ihre Stimme abgeben – und zwar unter nur leicht veränderten Bedingungen.

Die Ergebnisse der U18-Bundestagswahl 2021

Die Wahlergebnisse werden über die U18-Wahlsoftware eingegeben und auf der Homepage u18.org veröffentlicht. Die Veröffentlichung der Ergebnisse begann am 17. September 2021 um 18:00 Uhr. Bis zum 19. September 2021 sollten alle Wahllokale ihre Ergebnisse eingetragen haben: https://wahlen.u18.org/wahlergebnisse/bundestagswahl-2021

Im rechtlichen Sinne stellen die u18-Wahlen eine Meinungsumfrage dar. Die Wahlumfrage ist durch das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung geschützt und ist auch bis zum Tag vor der Bundestagswahl zulässig. (Quelle: Wissenschaftlicher Dienst des Deutschen Bundestags, siehe https://lmy.de/W3Fii)

Diagramm mit den Wahlergebnissen
Ergebnisse U18-Bundestagswahl 2021 bundesweit (Quelle: U18.org)

Nach den endgültigen Ergebnissen kamen in Baden-Württemberg die GRÜNE auf 20,82 Prozent der Stimmen, SPD und CDU liegen mit 19,61 und 17,02 Prozent dahinter.

Diagramm mit den Wahlergebnissen
Ergebnisse unter den Jugendwähler*innen in Baden-Württemberg (Quelle: U18.org)

U18-Bundestagswahl 2021

Offizieller Wahltag für die U18-Bundestagswahl ist der 17. September 2021. Um großen Andrang zu vermeiden, können Wahllokale auch schon ab dem 10. September 2021 eröffnet werden. Wie bereits bei den vergangenen U18-Wahlen übernimmt der LJR die Landeskoordination für Baden-Württemberg. Teilnehmen dürfen ausnahmslos ALLE Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren, die sich in Deutschland aufhalten. U18-Wahllokale sollten für alle frei zugänglich sein, im Grund können sie überall eingerichtet werden, wo sich Kinder und Jugendliche aufhalten.

Wahllokale einrichten und betreuen

Prinzipiell kann jede Organisation, Initiative oder Einrichtung, die parteilos unabhängig und demokratisch gesinnt ist, ein Wahllokal einrichten. Die Anmeldung der Wahllokale erfolgt über die Homepage des Bundesnetzwerks www.u18.org.

Bei der Wahl der Örtlichkeit sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wahllokale sind an keine spezifischen Orte gebunden. Idealerweise werden sie an den Orten eingerichtet, an denen sich Jugendliche aufhalten: an Schulen, in Vereinen und Jugendhäusern, an öffentlichen Plätzen und in Freizeiteinrichtungen wie Sportplätzen oder Schwimmbädern. Auch mobile Wahllokale sind möglich, z.B. als Traktor übers Land, mit dem Bollerwagen durch die Innenstadt oder mit dem Wahl-Schiff auf dem Neckar.

U18-Wahllokal: Vorbereitung

Zur Durchführung der Bundestagswahl müssen die Wahllokale lediglich Wahlurnen, Wahlkabinen, Stifte und Stimmzettel bereitstellen. Die Stimmzettel werden als Download zur Verfügung gestellt und müssen vor Ort nur noch ausgedruckt werden. Vor Ort sollte ein ausreichend großes Helfer*innen-Team bereitstehen. Sowohl die Anmeldung der Nutzer*innen und der Wahllokale, als auch die Veröffentlichung der Ergebnisse erfolgt über die U18-Wahlsoftware unter u18.org.

Eine Anmeldung der Wähler*innen ist nicht nötig, lediglich die Verantwortlichen für ein Wahllokal müssen sich in der Software anmelden.

Jetzt neu: Regionalkoordinierende

Die neue U18-Wahlsoftware ermöglicht es erstmals, Regionalkoordinierende zu bestimmen, die alle Wahllokale in einem bestimmten Gebiet betreuen. Das kann zum Beispiel für Jugendringe interessant sein, die ihre Verbände vor Ort unterstützen möchten oder für Träger, die sich regional vernetzen.

Wer Interesse an der Funktion als Regionalkoordinationsstelle hat, darf sich gerne bei uns melden.

U18 trotz Corona?!

Ja klar! Bei U18 geht es darum, dass junge Menschen sich mit Politik auseinandersetzen und ihre Wahl treffen können. Trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie halten die U18-Organisator*innen am bewährten U18-Konzept fest und empfehlen analoge Wahllokale. Hier können Jugendliche hinkommen, sich informieren und Bildungsangebote rund um die Wahl wahrnehmen.

Durch vorbereitete Rahmenhygienekonzepte und Ideen zu kreativen, coronagerechten Methoden werden die Wahllokale bestmöglich unterstützt (wir werden sie euch zeitnah hier zur Verfügung stellen). Darüber hinaus können Wahllokale die U18-Bundestagswahl als Briefwahl durchführen.

Demokratiebildung mit U18

Die U18-Wahl ist die Wahl für alle Kinder und Jugendlichen, die aufgrund ihres Alters nicht wählen dürfen. Sie wurde von Jugendlichen selbst initiiert und ist politische Bildung von jungen Menschen und mit jungen Menschen. U18-Wahlen finden immer neun Tage vor Landtags-, Bundestags- und Europawahlen statt. Kinder und Jugendliche beschäftigen sich vor der Wahl mit politischen Inhalten und Prozessen, treffen eine reflektierte Wahlentscheidung und geben am Wahltag in Wahllokalen ihre Stimme ab. So können alle, die aufgrund ihres Alters (noch) nicht wählen dürfen, ihre politische Meinung äußern.

Als Instrument der außerschulischen politischen Jugendbildung bereitet die simulierte Abstimmung mit den flankierenden Bildungsangeboten in den Wahllokalen Kinder und Jugendliche auf ihre spätere Beteiligung bei Wahlen vor. Gleichzeitig sensibilisiert sie für die eigenen politischen und gesellschaftlichen Interessen, weckt Interesse an Beteiligung und kann Debatten über das Wahlalter anregen.

Mit U18 soll die Ernsthaftigkeit im Umgang mit der Landtagswahl, Bundestagswahl oder Europawahl vermittelt werden und die Kinder und Jugendlichen spielerisch an politische Inhalte, Parteien und das Wahlverfahren herangeführt werden. U18 bringt junge Menschen untereinander und mit Politik in Kontakt. Durch das mit dieser Aktion geweckte Interesse bei den Kindern und Jugendlichen an Politik bieten sich für die in der Jugendarbeit tätigen Organisationen Gelegenheiten, ihren Auftrag „Politische Bildung“ durch weiterführende Projekte umzusetzen. Die Erfahrung zeigt, dass auch nach der U18-Wahl bei Auswertungen, Podiumsdiskussionen etc. junge Menschen und Politiker*innen miteinander ins Gespräch kommen.

U18 ist mehr

Die U18-Wahl ist mehr als der reine Wahlakt: Mit der Anmeldung eines Wahllokales beginnen Kinder und Jugendliche die Vorbereitungen auf ihre eigene Wahl. Ihre selbstbestimme Meinungsbildung, die Auseinandersetzung mit dem politischen System und die Beantwortung ihrer Fragen sind Herzstück der Initiative U18. Durch die Aktivitäten der Wahllokale und der weiteren beteiligten Institutionen im Vorfeld der U18-Wahlen erkennen die Kinder und Jugendlichen ihre eigenen Themen und Prioritäten und diskutieren sie untereinander.

Im Nachgang zu den U18-Wahlen kann mit weiterführenden Projekten am politischen Interesse, das durch das U18-Projekt geweckt wurde, angeknüpft werden. Ziel ist das dauerhafte politische und gesellschaftliche Engagement. Gegenstände der Weiterarbeit können etwa die Auswertung der Wahlen oder die Auseinandersetzung mit der medialen Berichterstattung sein.

 

Initiator und zentrale Koordinierungsstelle der U18-Jugendwahl in Baden-Württemberg ist der Landesjugendring Baden-Württemberg e.V. in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten Baden-Württemberg e.V. (AGJF).

Mehr Infos zur U18-Jugendwahl unter www.u18.org

Wer steckt hinter U18?

Organisator*innen

U18 wurde initiiert und wird bundesweit durchgeführt vom Netzwerk U18, das aus öffentlichen und freien Trägern besteht. Dazu gehören der Deutsche Bundesjugendring (DBJR), das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW), die Landesjugendringe, viele Jugendverbände und das Berliner U18-Netzwerk. Regional wird die Kinder- und Jugendwahl von Landes- und Regionalkoordinierungsstellen und vor Ort natürlich von den vielen Menschen in den einzelnen Wahllokalen organisiert. Die Koordinierung der U18-Wahl in Baden-Württemberg übernimmt der Landesjugendring Baden-Württemberg e.V.

Wie finanziert sich U18?

U18 lebt vom großen Engagement der beteiligten Einrichtungen und Institutionen. In die Vorbereitung fließt sehr viel ehrenamtliche Arbeit ein. Die Unterstützungsangebote der Bundeebene werden aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes finanziert. Vor Ort liegt die Finanzierung bei den Trägern der Wahllokale. Der Landesjugendring unterstützt bei Bedarf bei Begleit- und Werbematerialien.

U18 in der Vergangenheit

Die Idee zu U18 entstand 1996 in einem Jugendklub in Berlin mit einem einzigen Wahllokal. Die erste Durchführung in Baden-Württemberg gab es 2009. Bei der U18-Bundestagswahl 2017 gaben es in Baden-Württemberg fast 27.000 Kinder und Jugendliche in über 160 Wahllokalen ihre Stimme ab.