Armutssensibel Handeln - Familien- und Kinderarmut im Kontext Kinderschutz
Haus der Jugendarbeit, Stuttgart
Ein Kind kommt wiederholt hungrig und ohne Mittagessen zur Gruppenstunde. Eine Freizeitteilnahme wird abgesagt, weil der Teilnahmebeitrag nicht aufgebracht werden kann und Zugänge zu Fördermöglichkeiten zu kompliziert sind. Solche Szenarien gehören auch in der Jugendverbandsarbeit zur Realität.
Familien- und Kinderarmut beeinflussen die Lebenslagen junger Menschen tiefgreifend – und stehen in engem Zusammenhang mit Fragen von Kinderrechten, sozialer Chancengleichheit und Kinderschutz. Wie können wir armutssensibel handeln – ohne zu beschämen oder vorschnell zu problematisieren? Und was hat das mit unserem Schutzauftrag zu tun?
Der Fortbildungstag ist interaktiv gestaltet und geprägt von einer Mischung aus Input, Übungen in Kleingruppen und (Selbst-)Reflexionsphasen. Im Fokus stehen Wissen, Haltung und Handeln. Der thematische Teil wird mit dem Instrument Checkliste Armutssensibilität abgeschlossen. Ziel der Fortbildung ist es, konkrete Ideen für die armutssensible Gestaltung des eigenen Arbeitsfeldes zu entwickeln.
Referentin ist Andrea Möllmann-Bardak, die diese Fortbildung konzipiert hat. Sie ist Systemische Prozessbegleiterin und Organisationsberaterin und arbeitet seit über 20 Jahren zum Thema Aufwachsen in Wohlergehen – trotz Armutslage.
Organisatorisches
- Im Haus der Jugendarbeit (Haeberlinstr. 1-3, 70563 Stuttgart). Das Haus ist weitestgehend barrierefrei.
- Teilnahme kostenfrei
Kontakt und Information
Förderhinweis
Unterstützt durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat.