Fortbildung "Armutssensibel Handeln - Familien- und Kinderarmut im Kontext Kinderschutz"
HDJA, Stuttgart
Ein Kind kommt wiederholt hungrig und ohne Mittagessen zur Gruppenstunde. Eine Freizeitteilnahme wird abgesagt, weil der Teilnahmebeitrag nicht aufgebracht werden kann und Zugänge zu Fördermöglichkeiten zu kompliziert sind. Solche Szenarien gehören auch in der Jugendverbandsarbeit zur Realität. Familien- und Kinderarmut beeinflussen die Lebenslagen junger Menschen tiefgreifend – und stehen in engem Zusammenhang mit Fragen von Kinderrechten, sozialer Chancengleichheit und Kinderschutz.
Doch wie können wir armutssensibel handeln ohne zu beschämen, zu stigmatisieren oder vorschnell zu problematisieren? Und was hat das Thema eigentlich mit unserem Schutzauftrag zu tun?
Diesen Fragen stellen wir uns bei der Fortbildung „Armutssensibilität im Kinderschutz“ an. Sie richtet sich an Fachkräfte und Ehrenamtliche der Jugend(verbands)arbeit, insbesondere diejenigen, die sich mit dem Thema Kinderschutz auseinandersetzen.
Der Fortbildungstag ist interaktiv gestaltet und geprägt von einer Mischung aus Input, Übungen in Kleingruppen und (Selbst-)Reflexionsphasen. Im Fokus stehen die Themen armutssensibles Wissen, armutssensible Haltung und armutssensibles Handeln. Der thematische Teil wird mit dem Instrument Checkliste Armutssensibilität abgeschlossen und alle Teilnehmenden werden mit konkreten Ideen für die armutssensible Gestaltung ihres Arbeitsfeldes aus der Fortbildung gehen.
Die Fortbildung wurde von Andrea Möllmann-Bardak konzipiert und wird von ihr durchgeführt. Sie ist Systemische Prozessbegleiterin und Organisationsberaterin und arbeitet seit über 20 Jahren zum Thema Aufwachsen in Wohlergehen – trotz Armutslage.
Organisatorisches
- Freitag, 08. Mai 2026
- 9:00 - 16:30 Uhr
- Im Haus der Jugendarbeit (Haeberlinstr. 1-3, 70563 Stuttgart)
- Teilnahme kostenfrei
Kontakt und Information
Förderhinweis
Unterstützt durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat.