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auf orangenem Hintergrund ist ein Stift abgebildet, der zu einem Knoten gebogen ist.

Landesjugendring fordert Enquetekommission

Gesellschaftliche Spaltung grundlegend bearbeiten

In einer Landespressekonferenz forderte der Landesjugendring Baden-Württemberg eine grundlegende Bearbeitung der Spaltung der Gesellschaft. Vorstandssprecher Alexander Strobel: „Die Kampagne Spaltung sucks hat unseren Eindruck bestätigt, dass unsere Gesellschaft in vielen Fragen gespalten ist. Das müssen wir überwinden, denn so gehen uns viele Potentiale von Menschen verloren, die sich nicht oder nicht mehr zugehörig fühlen. Deshalb rufen wir alle Wählerinnen und Wähler dazu auf zu prüfen, welche Parteien die Spaltungen der Gesellschaft vertiefen und welche Spaltungen überwinden wollen und entsprechend zu wählen.“

Die Trennungslinien in unserer Gesellschaft haben emotionale aber auch strukturelle Gründe. Deshalb hält es der Landesjugendring für nötig, dass sich die Landespolitik in der nächsten Legislaturperiode auf einer grundsätzlichen Ebene mit dem Thema beschäftigt: „Es muss diskutiert werden, woher die Spaltungen kommen und was Wege wären, diese zu überwinden. Für eine solche Beschäftigung ist eine Enquetekommission gut geeignet. Wir fordern eine Einsetzung zum Start in die nächste Legislatur.“

Der Landesjugendring begründet dies mit den Erfahrungen in der laufenden Kampagne „Spaltung sucks“. Kampagnenmitarbeiter Pablo Rebholz: „In Workshops und in vielen Gesprächen an unseren Aktionsständen bekamen wir zum einen viel Zuspruch dazu, dass wir uns für mehr Zusammenhalt engagieren aber auch viele Schilderungen von Menschen, die sich so wie sie sind nicht akzeptiert fühlen.“ Mit der Kampagne erreichte der LJR bis jetzt schon über fünf Millionen Accounts auf TikTok und über 800.000 auf Instagram sowie viele Menschen in Workshops oder in Gesprächen.

Dass sich der Landesjugendring so intensiv mit dem Thema Spaltung beschäftigt und die Kampagne ins Leben gerufen hat, begründete Chiara Mongiello vom Mitgliedsverband Jugendwerk der AWO: „Die Folgen von gesellschaftlicher Spaltung sind immer häufiger spürbar, weil z.B. Kinder aus ärmeren Familien sich nicht mehr leisten können, an Angeboten teilzunehmen. Und wir bekommen immer wieder die Rückmeldung, dass sich junge Menschen von der Politik nicht genügend wahrgenommen fühlen. Hier hat sich zwar schon vieles getan, aber das muss weiter ausgebaut werden.“

Hintergrundinformationen

Mit der Kampagne „Spaltung sucks“ engagiert sich der Landesjugendring gegen Spalftungen unserer Gesellschaft und wirbt für ein besseres Miteinander. Dazu werden     Accounts auf TikTok und Instagram bespielt (@Spaltungsucks), Workshops durchgeführt sowie Aktionsstände in vielen Städten in Baden-Württemberg. Am Stuttgarter Hauptbahnhof hing im Februar ein Riesentransparent, mit dem die Botschaft auf über 150 m² verbreitet wurde.

Der Landesjugendring ist die Arbeitsgemeinschaft von 32 Jugendverbänden auf Landesebene und von den Orts-, Stadt- und Kreisjugendringen. Er vertritt darüber hinaus die Interessen von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg.

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Verantwortlich: Alexander Strobel (Vorstandssprecher)

Weitere Informationen oder andere Fotos: Jochen Mack (0160.966 899 56)

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