drei Menschen lesen eine Zeitschrift

Wir sind ein Land mit sicheren Häfen für Menschen in Not

Landesjugendring Baden-Württemberg fordert sofortige Evakuation griechischer Flüchtlingslager

Stuttgart. Noch immer sind die Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln maßlos überfüllt. Dieser Umstand rückt durch die Corona-Krise immer weiter aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit und Politik. Und das, obwohl die Menschen in den griechischen Flüchtlingslagern verstärkt vom Virus betroffen sind.

Zehntausende Menschen leben nach wie vor auf engstem Raum unter katastrophalen sozialen und hygienischen Zuständen. Darunter auch Kinder und Jugendliche, die in einem unbeschreiblichen Maß unter der Situation leiden. Durch die Grenzöffnung der Türkei, Angriffe durch Rechtsextremist*innen sowie der erschwerten Reise­bedingungen sind außerdem immer weniger Helfer*innen vor Ort.

Laut der Organisation Ärzte ohne Grenzen bilden die Lager einen „idealen Nährboden“ für das Virus. Dazu komme, dass unter den Bewohner*innen der Lager viele Menschen mit chronischen Krankheiten sind, die zur Risikogruppe gehören. Erste Fälle von Corona wurden vor wenigen Tagen aus Lesbos bestätigt. Ein Ausbruch ist somit unvermeidbar.

Nach Ansicht des Landesjugendrings werden hier europäische Werte verraten. Er fordert die sofortige Auflösung der Lager und eine Aufteilung der Menschen auf die EU-Länder. Auch in Baden-Württemberg gibt es viele Städte und Gemeinden, die als sogenannte „sichere Häfen“ Bereitschaft gezeigt haben, geflüchtete Menschen in Not aufzunehmen.

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Der Landesjugendring ist die Arbeitsgemeinschaft von 33 Jugendverbänden auf Landesebene und von den Orts-, Stadt- und Kreisjugendringen. Er vertritt darüber hinaus die Interessen von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg.

Verantwortlich: Kai Jehle-Mungenast (Fachvorstand Weltoffene Jugendarbeit)

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