Für einen schnellen Kohleausstieg

Für einen schnellen Kohleausstieg

Landesjugendring Baden-Württemberg fordert Landesregierung zum Handeln auf

Karlsruhe. Die Vollversammlung des Landesjugendrings diskutierte am Samstag die negativen Auswirkungen des Kohleabbaus und der Kohleverstromung. Dabei wurde vor allem kritisiert, dass in Baden-Württemberg immer noch knapp 30% des Stroms aus Kohle gewonnen werden. Die Jugendverbände fordern, dass die Energieversorgung im Land rasch unabhängig vom klimaschädlichen Kraftwerksbetrieb wird und der dezentrale Ausbau erneuerbarer Energien stärker vorangetrieben wird. Die Vertreter*innen der jungen Generation sehen das Land in der Pflicht, in ihrem Wirkungsbereich auf einen schnellen Kohleausstieg hinzuarbeiten.

„Die junge Generation wird von den negativen Folgen des Klimawandels, der durch ein längeres Festhalten an der Kohle verstärkt wird, besonders betroffen sein. Es ist Zeit, konsequent zu handeln und Kohlekraftwerken jetzt die rote Karte zu zeigen“, erklärt Reiner Baur, stellvertretender Vorsitzender des Landesjugendrings. Neben einem Fahrplan für den Ausstieg aus der Versorgung mit fossilen Energieträgern fordern die Mitglieder des Landesjugendrings auch einen Investitionsstopp in Kohle seitens des Landes sowie eine konsequente Umstellung auf Ökostrom bei allen öffentlichen Gebäuden, Ämtern usw. Gleichzeitig verpflichten sie sich selbst, in ihren Geschäftsstellen und Bildungsstätten nur noch echten Ökostrom zu beziehen.

Die Forderungen berufen sich vor allem auf ein zentrales Ziel des Klimaschutzgesetzes Baden-Württemberg, nämlich die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen um 25% bis 2020 im Vergleich zu den Gesamtemissionen des Jahres 1990. „Dieses Ziel ist in weiter Ferne“, moniert Baur: „In einem Bericht des Statistischen Landesamtes aus dem August 2018 kann man lesen, dass Baden-Württemberg die Treibhausgas-Emissionen nach wie vor steigen. Das ist für uns einfach nicht hinnehmbar.“

Der Beschluss ist online unter www.ljrbw.de/files/downloads/Beschluesse/181117_fuer%20einen%20schnellen%20Kohleausstieg.pdf

Der Landesjugendring ist die Arbeitsgemeinschaft von 33 Jugendverbänden auf Landesebene und von den Orts-, Stadt- und Kreisjugendringen. Er vertritt darüber hinaus die Interessen von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg.

Verantwortlich: Reiner Baur (stellvertretender Vorsitzender)

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