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Aktueller Stand zur Umsetzung der neuen VwV KJA und JSA

So geht's weiter mit der Verwaltungs­vorschrift zur Förderung der Kinder- und Jugend­arbeit sowie Jugend­sozial­arbeit

VwV KJA und JSA

In den vergangenen Wochen waren wir intensiv im Austausch mit dem Sozialministerium, um die Umsetzungsschritte der VwV KJA und JSA abzustimmen:

  • Wir hoffen, dass wir zum 4.3.2022 eine Kommentierung für die Praxis digital veröffentlichen können. Sie wird voraussichtlich in Form einer FAQ-Liste unter https://jugendarbeitsnetz.de/landesjugendplan aufrufbar sein und konzentriert sich v.a. auf die Antragsstellung.
  • Die Antragsfrist wurde für dieses Jahr auf den 1.5.2022 verlängert. Wir hoffen, dass wir bis Ende des Monats die neuen Antragsformulare sowohl über das Jugendarbeitsnetz als auch über oaseBW zur Verfügung stellen können.
  • Bis Mitte April wollen Akademie der Jugendarbeit und Landesjugendring gemeinsam zwei digitale Schulungs- bzw. Informationsmeetings zum Antragsverfahren anbieten. Darüber werden wir gesondert informieren.
  • Die Kommentierung werden wir bis zu den Sommerferien um Informationen zur Nachweisführung ergänzen und bis dahin auch die entsprechenden Formulare veröffentlichen.

Schreiben von Sozialminister Lucha vom 22.2.2022

Wir freuen uns, dass im Brief mit der Verlängerung des sogenannten Bündnisschutzes bis Ende 2026 eine unserer zentralen Forderungen erfüllt wird. Damit ist die Förderung Kinder- und Jugendarbeit von globalen Minderausgaben, Haushaltssperren und sonstigen Bewirtschaftungsrestriktionen ausgenommen. Die Kinder- und Jugendarbeit betreffenden Haushaltsstellen bleiben gegenseitig deckungsfähig und Restmittel werden ins Folgejahr übertragen.

Weitere wichtigste Punkte des Schreibens:

  • Die Tagessätze zur Förderung der Jugenderholung für den angemessenen Einsatz pädagogisch Betreuender und für finanziell schwächer Gestellte werden im Förderjahr 2022 auf 25 Euro angehoben (Nr. 2 der VwV KJA und JSA).
  • Die Tagessätze zur Förderung von Qualifizierungsmaßnahmen ehrenamtlicher Jugendleiter*innen und themenorientierter Bildungsmaßnahmen werden im Förderjahr 2022 auf 25 Euro angehoben (Nr. 3 der VwV KJA und JSA).
  • Zusätzlich werden die Tagessätze mit einem „Sonderzuschuss Corona“ in Höhe von 5 Euro je bewilligtem Tagessatz aufgestockt (also auf insgesamt 30 Euro). Wie im Jahr 2021 erfolgt die Förderung aus Mitteln des „Aktionsprogramms Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“. Grundlage für die Bewilligung des „Sonderzuschusses Corona“ bilden dabei die bewilligten Tagessätze. Den Trägern von Maßnahmen soll diese Förderung (1) zur Deckung von bislang nicht berücksichtigten coronabedingt angefallenen Mehrkosten, (2) zur Absenkung der Eigenbeiträge von Teilnehmenden, (3) zur Reduzierung von zu erbringenden Eigenmitteln der Träger und (4) zur Deckung von bislang nicht berücksichtigten Ausfall- und Stornokosten dienen.
  • Die anteilsfinanzierten Projekte mit Bildungscharakter (Nr. 3.3 der VwV KJA und JSA) werden sämtliche Themenbereiche im Förderjahr 2022 mit einer Förderquote von 35 Prozent gefördert. Die maximale Förderhöhe beträgt 3.000 Euro je Projekt. Eine bevorzugte Förderung von Projekten der sozialen Jugendbildung, der Integration von ausländischen und spätausgesiedelten Jugendlichen und der Kooperation Jugendarbeit - Schule aus Mitteln des Masterplans Jugend (sog. Flächenprogramm) wird ab dem Förderjahr 2022 nicht mehr gewährt.
  • Bildungsmaßnahmen in ausschließlich webbasierter Form werden nicht gefördert. Sollte sich aber im Laufe des Förderjahres zeigen, dass Maßnahmen wegen pandemiebedingter Beschränkung in größerem Umfang nicht zu zwei Drittel in Präsenz durchgeführt werden können (VwV Nr. 3.4), will das Sozialministerium wie in den Vorjahren gegensteuern.
  • Sammel- und Gesamtanträge (Nr. 1.6.1 der VwV KJA und JSA) können auf Basis des Ist-Ergebnisses 2019 gestellt werden.
  • Ausfall- und Stornokosten können maximal bis zu der Höhe erstattet werden, in der sie bei Durchführung der Maßnahme gefördert worden wäre. Im Verwendungsnachweis sind die Ausfall- und Stornokosten infolge der COVID-19-Pandemie darzulegen.
  • Auch im Jahr 2022 ist eine coronabedingte Erhöhung der institutionellen Förderung prinzipiell möglich. Hier fordert das Finanzministerium, dass der jeweilige Förderbedarf durch aktuelle Haushalts- oder Wirtschaftspläne im Einzelnen dargelegt wird und der Förderbetrag des Vorjahres nicht überschritten werden sollte.

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