Strukturaufbau neuer Jugendorganisationen (SNJ)

Strukturaufbau neuer Jugendorganisationen (SNJ) auf Landesebene

In Baden-Württemberg gibt es eine Vielzahl selbstorganisierter Gruppen junger Menschen, die noch über keine oder keine gefestigten Strukturen auf Landesebene verfügen. Der Landesjugendring förderte daher mit diesem Programm den Strukturaufbau neuer Jugendverbände auf Landesebene.

Finanziert wurde das Programm über das Sozialministerium Baden-Württemberg aus Mitteln des Zukunftsplans Jugend. Zielgruppe waren neu entstandene Jugendverbände auf Landesebene, die selbstorganisierte Jugendarbeit betreiben, bereits über mehrere Ortsgruppen verfügen, eine landesweite Bedeutung erwarten lassen und noch nicht als Träger der außerschulischen Jugendbildung nach §4 JBG anerkannt sind.

Umfang und Inhalt der Förderung

Das Programm umfasst Qualifizierungsangebote für Vorstände, Jugendleiter*innen und weitere Ehrenamtliche, die finanzielle Ausstattung für laufende Ausgaben und personelle Ausstattung. Darüber hinaus werden die geförderten Jugendorgansationen auf dem Weg zur Anerkennung als Träger der außerschulischen Jugendbildung (nach §4 und §17 JBG sowie §75 SGB VIII) beim KVJS (Landesjugendamt) unterstützt. Im Förderzeitraum schafft der Verband damit die organisatorischen und strukturellen Grundlagen, um die Anerkennung als Träger der Jugendhilfe/Jugendbildung beantragen zu können.

Ein weiterer Aspekt des Programms ist die Unterstützung auf dem Weg zur Aufnahme in Zusammenschlüsse und Gremien der Jugendarbeit (kommunale Jugendringe, Landesjugendring, andere Dachverbände…). Dies geschieht beispielsweise durch Vernetzungsarbeit in Gremien, Kooperationsprojekte mit Akteur*innen der Jugendarbeit und den Kontaktaufbau zum LJR und zu kommunalen Jugendringen.

Die Ergebnisse

Seit Oktober 2015 wurden anfangs sechs neue Jugendverbände gefördert: es wurden Vorstände geschult, Juleica-Trainer*innen ausgebildet und ein Fachforum durchgeführt. Hinzu kamen die intensive Beratung der Vorstände in der gesamten Zeit sowie die Vernetzung nach innen und außen.

Mit einigem Erfolg: zwei Landesverbände wurden offiziell als e.V. eingetragen, drei haben die Anerkennung als freie Träger der Jugendhilfe bereits beantragt oder stehen kurz davor. In allen Verbänden wurden weitere Jugendleiter*innen ausgebildet, wodurch auch die interne Kommunikation zwischen den Ortsgruppen und dem Landesvorstand gestärkt und die eigenen Strukturen gefestigt werden konnten.

Für die weitreichende Etablierung auf Landesebene sind 17 Monate natürlich viel zu kurz. In der knappen aber intensiven Zeit konnten aber wichtige Prozesse initiiert werden, die in den kommenden Monaten fortwirken werden und große Hürden auf dem Weg zum Landesverband wurden gemeinsam gemeistert.

Gefördert wurden

  • die Armenische Jugend Baden-Württemberg,
  • die DITIB-Landesjugendverbände Baden und Württemberg,
  • die Deutsche Jugend aus Russland,
  • die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland
  • die Russisch-Orthodoxe Jugend Baden-Württemberg.